Historie

So fing es an … Im Sommer 1982 gab es im Kaiserswerther Schulbezirk eine große Veränderung. Die Stadt Düsseldorf hatte vom Diakoniewerk Kaiserswerth das große Schulgebäude an der Fliednerstraße erworben. Kinder und Lehrerinnen der bis dahin privaten evangelischen Barbarossa-Schule, der Städtischen Katholischen Grundschule und der Dependance der Montessori-Schule starteten dort das neue Schuljahr am 30. August 1982 als Gemeinschaftsgrundschule Fliednerstraße mit Montessori-Zweig.

Es war sicher ein Wagnis, die beiden bisher konfessionell gebundenen Schulen und einen pädagogisch anders orientierten Zweig kooperativ unter einem Dach zu vereinen. Aber schon bald zeigte sich eine gute Entwicklung, da alle Beteiligten nach vorsichtigem Herantasten Vorurteile überwanden und eine erfreulich konstruktive Zusammenarbeit entwickelten. Hier bewährte sich die frische und unvoreingenommene Führung der neuen Schulleitung (Ursula Kleinertz, Rektorin und Gertrud Lessing, Konrektorin), die es verstand, zwischen den einzelnen Gruppen gute Kontakte herzustellen. Dies geschah immer mit der Zielrichtung: „Wir wollen eine Schule entwickeln, in der sich alle Kinder angenommen und wohlfühlen als Glieder einer Schulgemeinschaft.” Schon bald gab es keine Gruppen mehr, sondern nur noch die Einstellung: Wir von der Grundschule Kaiserswerth. Daraus entstand wenige Jahre später der neue Name der Schule: Grundschule Kaiserswerth – Städtische Gemeinschaftsgrundschule mit Montessori Zweig.

Zu Beginn der Schulzeit stand nur der Westflügel des Hauses – provisorisch hergerichtet – zur Verfügung. Das 1914 eingeweihte Gebäude des ehemaligen Lyzeums war dringend sanierungsbedürftig. Da die Sanierung auch aus Gründen des Denkmalschutzes sehr aufwändig sein würde, musste die Schule im April 1986 für längere Zeit in den Ostflügel verlegt werden. Die Umzüge waren gigantisch, und nutzbar für den Unterricht war der Ostflügel auch nur, weil viele Eltern mit den Lehrerinnen die Räume erst renoviert und so die Klassenzimmer bewohnbar gemacht haben. Nach den Sommerferien 1988 konnte endlich der Schulbetrieb im vorteilhaft umgebauten und vorzüglich renovierten Westflügel wieder aufgenommen werden. Ein Zugewinn für den Schulalltag war die Möglichkeit, den hinter dem Gebäude liegenden Sportplatz, den die Kaiserswerther Diakonie zur Verfügung gestellt hatte, für Pausen, Spiele, Unterricht im Freien, Sportveranstaltungen und Feste zu nutzen.
Am 24. Februar 1991 fand die festliche Einweihung der grundsanierten Aula statt. Nun hatte die Schule endlich einen Ort, an dem sich alle Schulklassen einfinden konnten, das Herzstück für häufige gemeinsame Veranstaltungen im Jahreskreis des Schulalltages, aber auch für Feste, Vorträge, Versammlungen und Theateraufführungen.